735.

 

Hallo Ihr Lieben,

mir sind einige „Ungereimtheiten“ bzw. „Merkwürdigkeiten“ bei der Feier der Heiligen Eucharistie bei Papst Franziskus aufgefallen.

1. Während des Hochgebetes sowohl bei der Messe zur Einführung des Papstes als auch an Palmsonntag heißt es beim priesterlichen Gebet: ..“Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm, ist Dir — Gott, allmächtiger Vater — in der Einheit des Heiligen Geistes alle Ehre und Herrlichkeit — jetzt und in Ewigkeit — Amen“.

Ein allein zelebrierender Priester hebt zu diesen Worten gleichzeitig den Kelch und zeigt über dem Kelch mit der anderen Hand die Heilige Hostie allen Gläubigen (zur Verehrung). Falls mehrere Priester gemeinsam die heilige Messe feiern, hebt ein Priester den Kelch hoch, während der Andere, die Heilige Hostie aus der Hostienschale in die Hand nimmt, um sie allen Gläubigen zu zeigen.

Nicht so bei den beiden Papstmessen:

Ein Priester hebt den Kelch hoch, während Franziskus bei beiden Messen bei dem entsprechenden Gebet lediglich parallel zum Kelch einen goldenen flachen Hostienteller (auf dem die Hostie liegend — also für alle „unsichtbar“ präsentiert wird) zur Verehrung hochhebt???? Dabei steht doch bei der Anbetung nicht ein goldener Hostienteller oder ein flaches goldenes Schälchen im Mittelpunkt des Geschehens bzw. der Anbetung — sondern Jesus Christus höchstpersönlich selbst durch die Heilige Hostie — seinen wahrhaft gegenwärtigen Heiligen Leib....? Ist Franziskus so krank, schwach oder zittrig, das er es nicht schafft, die Heilige Hostie zur Anbetung hochzuhalten oder ist das ein bewusster zielgerichtet eingesetzter Affront gegen unseren Herrn Jesus Christus, der zeigen soll, dass er Jesus nicht wirklich verehrt? Ist das noch niemandem — außer mir — aufgefallen? Ist es „normal“ oder durchaus „üblich“ neben dem Kelch einfach nur die Hostienschale hochzuhalten?

Tut mir leid — aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Papst Franziskus während der heiligen Wandlung nicht Jesus Christus die Ehre gibt, sondern einem goldenen Tellerchen Hochachtung angedeihen lässt....???

Falls ich das falsch oder „zu katholisch“ sehe, bitte ich um Korrektur....

Zum Vergleich:

Ein liebenswürdiger, aber sichtlich kranker und altersschwacher Priester unserer Nachbargemeinde, muss seit längerer Zeit jede heilige Messe auf einen Gehstock gestützt feiern. Er wird von Messdienern oder dem Diakon beim Ein- und Auszug gestützt, und kann ohne Hilfe die Treppenstufen zum Altar nicht mehr hinauf- oder hinabsteigen. Bei der Wandlung zittert seine Hand krankheitsbedingt jedes Mal heftig, sodass er mittlerweile bei dem entsprechenden Hochgebet „nur“ noch die Hostienschale hochhebt, während der Diakon den Kelch emporhebt. Die Heilige Kommunion konnte er bis vor kurzem nur noch selbst spenden, falls er sich auf jemanden (Diakon oder Messdiener) stützen konnte, der ihn zur Spendung begleitete und auch dort wieder abholte. Jetzt schafft er es nicht mehr, die Kommunion selbst auszuteilen, sodass entweder 2 Kommunionhelfer ihn vertreten müssen oder 1 Diakon und 1 Kommunionhelfer diesen Dienst übernehmen, während er auf seinem Platz abwartet bis ihm Kelch und Hostienschale zur Reinigung gebracht werden. Dieser liebenswürdige und fromme Priester hat wirklich alters- und krankheitsbedingte Gründe, die es ihm verwehren den Leib Christi längere Zeit hochzuhalten — niemand käme auf die Idee diesem Priester eine absichtliche „Entehrung“ des Leibes Christi vorzuwerfen. Es geht leider einfach nicht mehr anders bzw. nicht mehr „würdiger“.

2. Bei der Papstmesse zur Amtseinführung am 19.03.2013 sagte Franziskus — laut deutscher Übersetzung — kurz vor der Kommunionspendung: „Seht — das Lamm Gottes, das hinwegnimmt, die Sünden der Welt. Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.“ Ich glaubte mich verhört zu haben — aber er sagte nicht das demütige Kommunionvorbeitungsgebet: „Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach — aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“

Über das Fehlen dieses Satzes war ich dermaßen geschockt, das ich die ARD — Lifeübertragung nochmals am Abend — diesmal bei EWTN — verfolgte — und tatsächlich: Der Papst sprach weder selbst dieses kurze Gebet — noch konnte man es durch die Gläubigen vernehmen. Stattdessen zerbrach Franziskus blitzschnell die halbierte Hostie nochmals und steckte sie sofort danach in den Mund — sodass es anscheinend — schon wieder niemandem — auch keinem Journalisten auffiel — dass dieses wichtige kurze Gebet fehlte. Ich jedenfalls kann mich nicht erinnern, jemals eine Heilige Messe ohne das: “Herr-ich-bin-nicht-würdig-Gebet mitgefeiert zu haben...??? Bei diesem kurzen Gebet ist es üblich, dass der Priester und die Gläubigen es gemeinsam beten — aber warum bei dieser so wichtigen Papstmesse nicht? Kann man das so „einfach“ mal vergessen?

Sehe ich das schon wieder „zu eng“?

Das Zerteilen der Hostie in vier Teile, kann man durchaus auch symbolisch deuten: Jesus sagte, in Botschaft 728 dass Seine Heilige Eucharistie entweiht werden wird, das sie in zwei Hälften gespalten werden wird und sich dann noch einmal teilen wird. Je nachdem wie die Teilung vonstatten geht, könnten also durchaus 4 Teile aus Seinem einen Leib entstehen — ganz so wie beim Kommunionempfang von Franziskus bei dessen Amtseinführung...

Ihr denkt jetzt womöglich, dass bei mir langsam — aber sicher — die Phantasie durchgeht — aber keine Sorge, ich bemühe mich lediglich um Wachsamkeit. Die Worte Jesu erhalten auf dem Hintergrund der Botschaften der Warnung eine ganz andere Qualität:.. „Wachet und betet allezeit.“

Die Papstmesse zum Palmsonntag konnte ich nicht live verfolgen, da ich selbst in unserem Dorf an der Messe teilnahm.

Deshalb habe ich bislang nur kurze Video-Ausschnitte davon gesehen. Auffällig — schon wieder die vorbehaltlose Begeisterung der Massen über den menschennahen Papst, der sie angeblich segnete, obgleich schon wieder von echtem Segen beim „Bad“ in der Menge keine Spur war. Ein kleines Kind wird von ihm geküsst und anstelle eines „Luft- oder persönlichen Stirnzeichensegens“ wird das Kind auf den Kopf getätschelt — sonst nichts. Niemand erwartet, das ein Papst unermüdlich nur noch links und rechts Kreuze in die Luft zeichnet, aber mir fällt auf, das Franziskus das Kreuz — als Zeichen unseres Heils, als christliches Erkennungszeichen — ganz offensichtlich zu scheuen scheint — ganz so wie der Teufel das Weihwasser scheut....

Der deutliche Gegenbeweis dazu, dass Franziskus womöglich während der Wandlungsworte wegen eines körperlichen Gebrechens nicht knien kann, ist auf einem Foto vom Samstag mit Papst Benedikt zu sehen, wo beide in der Kapelle nebeneinander knien, um zu beten, wobei Franziskus die Hände verschränkt, sodass sein Fischerring deutlich zu sehen ist, und nicht die erwarteten „demütig“ gefalteten Hände.... Bei ersten Presseberichten wird (endlich) diskutiert, warum sich Franziskus „nach der Elevation“ nicht hinkniet, obwohl dies laut Protokoll so vorgesehen ist, und es stellt sich die Frage, was passiert, falls sich Priester ein Beispiel am neuen Papst nehmen, indem sie die tiefe Kniebeuge vor dem Kreuzesopfer Jesus als nicht mehr so wichtig erachten.....

Botschaft Nr. 739 („Schicht um Schicht werden ihre bösen Absichten klar werden, da sie sich selbst zum Stolpern bringen werden“) beginnt sich zu erfüllen.

Beten wir weiterhin intensiv darum, dass sich der angekündigte Gräuel nicht komplett entfalten möge, und darum dass Franziskus seine Fehler einsieht. Bei der Schaffung einer Kirche für die Armen ist es richtig, bei säkularen Zeichen „arm“ zu werden, zum Beispiel Bus statt Limousine, Ökoauto statt Statussymbol Karosse, Rechnung selbst bezahlen, Hinwendung durch Spenden und konkrete Hilfen für die Armen, Hungerbekämpfung, Kardinalwohnsitz in einem einfachen Häuschen im Grünen oder gar in einem Mehrfamilienhaus anstatt fürstlicher Residenz in einem teuren Stadtschloss (kritische Auseinandersetzung mit einem traditionellen Amtssitz), kein Neubau einer bischöflichen Privatkapelle, sondern Beten und Messfeiern im vorhandenen Gotteshaus, keine teuren bischöflichen Visitationsreisen ins Ausland zu den Armen — sondern Infos über Mitarbeiter vor Ort und übers Internet, um konkret zu helfen oder Hilfspakete zu schicken usw.

Was aber niemals geschehen darf: Unser liturgischer Reichtum darf niemals einer angeblichen „Armut“ geopfert werden, indem Handlungen, Sakramente oder Symbole vereinfacht oder abgeschafft werden. Vereinfachte „arme“ Liturgie heißt Verwässerung der Lehren Christi. Selbst der heilige Pfarrer von Ars legte großen Wert darauf, dass in seiner Kirche der liturgische Reichtum unangetastet blieb. Gott ist so groß, dass wir Ihn nicht „klein“ oder „arm“ machen dürfen. Prächtig geschmückte Kirchen mit wertvollen Figuren, Gold und Gemälden zeugen nicht von sinnlosem „Luxus“ irgendeiner Zeitepoche, sondern weisen ganz klar auf das himmlische Paradies hin — so stellten sich die Menschen (oft nach jahrelangen Kriegen und dadurch bedingten furchtbaren Entbehrungen, Krankheiten usw.) den Himmel und ein Leben bei Gott vor. Für Gott war das Beste gerade „gut genug“ — auch falls man selbst bettelarm war und unter einem harten Dasein litt. Prächtige Kirchen sind deshalb heute zwar oft Anlass für Diskussionen über Verschwendung / Finanzierung / Erhalt aber sie sind auch historisch wertvolle Kulturgüter, die wir für die Nachwelt schützen und erhalten müssen. Falls heute Kirchen gebaut werden, enthalten sie keinen direkten „Luxus“ oder „Schnörkel“ mehr. Gotteshäuser enthalten aber auch heute immer noch Kniebänke, Altar, Ambo, (mindestens) ein großes Kreuz, Ewiges Licht, Tabernakel, Taufbecken, Weihwasserbecken, Beichtstuhl, Heiligenfiguren, Gemälde, Kerzen, Marienfigur, usw. und dürfen nicht total abstrahiert oder auf das Wesentliche (zugunsten der Moderne) minimiert werden — da Gott weiterhin jede erdenkliche Ehre und Anbetung erwiesen werden muss.

Gottesdienst in einfacher, aber würdevoller Umgebung feiern ja — eine arme Kirche um jeden Preis ( also auch um den Preis der Vereinfachung der Liturgie ) — n e i n. !!!!!

Was meint Papst Franziskus konkret mit „armer Kirche“ bzw. Kirche „für die Armen“