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Zu einer Zuschrift wegen Unklarheiten bei der Zelebration der Hl. Messe. (Entnommen aus dem Büchlein „die Heilige Messe“ Zisterzienserabtei Heiligenkreuz)

Das Römische Messbuch bietet 4 verschieden Hochgebete zur Auswahl. Man kann an den Anfangsworten erkennen, welches Hochgebet der Priester betet:

1. Hochgebet: Dich gütiger Vater, bitten wir durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus: Nimm diese heiligen, makellosen Opfergaben an + und segne sie. ….. oder Te igitur, clementissime Pater

2. Hochgebet: Ja, du bist heilig, großer Gott, du bist der Quell aller Heiligkeit. Darum bitten wir dich: …….. oder Vere Sactus es, Domine,fons omnis ….

3. Hochgebet: Ja, du bist heilig, großer Gott, und all deine Werke verkünden dein Lob. ………. oder Vere Sanctus es, Domine, et merito te laudat omnis a te conditas creatura ….

4. Hochgebet : Wir preisen dich, heiliger Vater, denn groß bist du, und all deine Werke ……… oder Confitemur tibi, Pater sancte, quia magnus ….

Beim 1. Hochgebet singt oder sagt der Priester: „Geheimnis des Glaubens“. Die Gläubigen antworten mit einem der drei folgenden Rufe:

„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Oder „Sooft wir dieses Brot essen und aus diesem Kelch trinken, verkünden wir deinen Tod, o Herr, bis du kommst in Herrlichkeit.“ (Advent- und Weihnachtszeit) oder „Heiland der Welt, schenke uns dein Heil; denn durch Tod und Auferstehung hast du uns erlöst.“ (Fasten- und Osterzeit)

Beim 2./3./4. Hochgebet singt oder sagt der Priester: „Geheimnis des Glaubens“. Die Gläubigen antworten mit „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

Zur Schlussdoxologie (1,/2,/3./4. Art des Hochgebetes) erhebt der Priester die Patene mit der Hostie und den Kelch und singt oder sagt: „Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.“ ……… Die Gläubige: „Amen“

Kommunion: Das Gebet des Herrn, der Friedensgruß, die Brechung des eucharistischen Brotes und die Anbetung der erhobenen, gebrochenen Hostie bereiten die Gläubigen auf den Empfang der Kommunion vor. Der Priester lädt zum Gebet des Herrn ein:

„Dem Wort unseres Herrn und Erlösers gehorsam ….

„Vater Unser …….. danach betet der Priester den sogenannten „Embolismus“. Dieses Gebet führt die letzte Bitte des „Vaterunsers“ weiter und erbittet für die Gläubigen die Befreiung von der Macht des Bösen:

„Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater von allem und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe ………..“

Die Gläubigen: „ Denn dein ist das Reich ……“

Danach Friedensgruß: „ Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch ………“ Der Friede des Herrn sei allezeit mit Euch“ …… „Und mit deinem Geiste.“

Nach dem Zeichen des Friedens bricht der Priester die Hostie in mehrere Teile zum Zeichen, dass alle in der Kommunion von dem einen Brot des Lebens essen, das Christus ist, und dadurch ein Leib werden . Inzwischen wird das Agnus Dei gesprochen oder gesungen: „Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt ……

Der Priester zeigt den Gläubigen die gebrochene Hostie: …“ Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden ……. („Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind“).

Alle antworten: Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich ……“

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Wärmstens empfehlen möchte ich das Büchlein „Zum Altare Gottes will ich treten“ von P. Martin Ramm FSSP. Darin steht:

 Der Glaube an die wirkliche Gegenwart des Herrn ( = Realpräsenz) findet im überlieferten Römischen Ritus einen passenden Ausdruck, indem nun der Priester IHN sofort - noch vor der Elevation - mit gebeugtem Knie anbetet (genuflexus adorat). Dabei ahmt er die drei Weisen nach, die sogleich als sie das Kind sahen, vor IHM niederfielen und ihm huldigten. … „die kleine Hostie schließt jetzt unendlich mehr Schätze, Reichtümer und Herrlichkeiten in sich, als auf dem Weltall sich finden. … Der Priester trägt seinen Schöpfer, Erlöser, Richter in Händen: was liegt da näher, als dass er vor demselben in heiliger Ehrfurcht und seliger Freude anbetend auf die Knie niedersinkt?“ (Gihr S 600 f) . !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nach der anbetenden Kniebeuge erhebt er die Hostie gleich der im Osten aufgehenden Sonne hoch über sein Haupt (=Elevation)

Der Priester zeigt die Hl. Hostie dem gläubigen Volk, damit es anschaue und anbete: …

Zugleich aber zeigt der Priester den geopferten Leib JESU auch dem himmlischen Vater: „Was stellt der Priester hier Gott dem Herrn vor Augen? Es ist die vergöttlichte Menschheit seines eingeborenen Sohnes, das vortrefflichste Ebenbild der Heiligsten Dreifaltigkeit, das allerkostbarste Kleinod, wie keines zu finden ist, in allen Schätzen der Welt (M. von Cochem, Erklärung des Hl. Messopfers S 336).

In der erhobenen Hostie trifft sich der anbetende Blick der Gläubigen mit dem Blick des himmlischen Vaters, der wie damals bei der Taufe am Jordan oder bei der Verklärung am Tabor uns sagen möchte: „Dieser ist mein vielgeliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ …

Dies Buch ist wunderschön und man bekommt Erklärungen von jeder Geste, den Riten, Gewänder usw. Trotzdem ist es auch für einen Laien in verständlicher Sprache geschrieben. Das Buch bekommt man gegen eine Spende. Natürlich will ich hier keine Werbung machen. Gott zum Gruß!

Manuela