747.

 

Liebe Beter der Warnungsgebete,

da ich glaube, dass jede Verdrehung der Wahrheit und ungerechtfertigte Verurteilung der Verbreitung der Warnungsbotschaften sehr hinderlich ist, möchte ich folgende Klarstellungen treffen:

Jesus ist als Jude beschnitten worden und ER hat mit Seinen Eltern, gerade weil sie fromme und gläubige Juden waren, die jüdischen Feste und auch das Hanukkah-Fest gefeiert, wie es der Lebendige Gott, DEN ER Seinen Vater nannte, im Alten Bund von Seinem Volk verlangte.

Die Apostel haben später beschlossen, den Heidenchristen die Vorschriften des Alten Bundes nicht aufzuerlegen (Apostelgeschichte 15); sie wurden aber nirgends als schlecht oder schädlich bezeichnet oder verboten (z.B. den Juden, die Christen wurden, was am Anfang die Mehrzahl war.) Jesus hat ausdrücklich gesagt, dass ER kein Gebot aufgehoben hat und die 10 Gebote sind ja auch heute noch für uns verpflichtend, obwohl sie aus dem Alten Bund stammen.

(„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.

Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.“ Matthäus 5, 17u.18)

Jesus hat den Aposteln nicht deshalb die Füße gewaschen, weil sie so heilig waren, sondern ganz im Gegenteil, weil sie es nicht waren und es also nötig hatten (genauso wie wir). Er hat auch Judas die Füße gewaschen, obwohl ER von ihm wusste, dass er schon den Verrat plante.

Die Reaktion des Petrus zeigt uns das sehr deutlich und wir sollten sie uns zueigen machen. In vielen Ordensgemeinschaften wäscht der Obere am Gründonnerstag den Gästen die Füße, auch wenn er sie gar nicht kennt und daher nicht wissen kann, ob sie irgendwelche schweren Sünden begangen haben.

Das ist genau der Ausdruck dessen, was uns auch das Wort Gottes sagt:

„Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben.

Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen.

Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5, 6-8)

Es geht darum, dass wir gewarnt und wachsam sind, falls falsche Lehren verkündet werden — selbst von oberster Stelle — und dann dem Evangelium treu bleiben —, nicht aber darum, dass wir Negatives suchen und hineininterpretieren, wo es nicht ist.

„Die Liebe freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit.“ (1. Kor. 13,6) Wir wollen nicht sein wie Jona, der „beleidigt“ war, falls Gott das Unheil abwendet oder abschwächt (Jona 4) — genau darum beten wir ja. Und genau das, war der Sinn des Auftrages an Jona: dass das Unheil abgewendet wird.

Liebe Freunde, im Wort Gottes ist uns ausdrücklich aufgetragen für die Hirten der Kirche zu beten. Wir haben eine Mitverantwortung und vielleicht hätte vieles verhindert werden können, wenn wir sie schon früher wahrgenommen hätten!

Daher beten wir von ganzem Herzen für die Kirche, weil wir erkennen, dass auch wir selbst unwürdig sind und gerade deshalb das Erbarmen Gottes brauchen; verschwenden wir nicht unsere Energie damit, Negatives zu suchen, denn so geben wir dem Satan unnötig Raum, nicht nur, weil wir unsere Zeit und Aufmerksamkeit Gott widmen sollten und dem Gebet für jene, die wir meinen, richten zu müssen; sondern auch, weil durch unser vorschnelles Verurteilen die Menschen abgestoßen und davon abgehalten werden, die Warnungsbotschaften anzunehmen; freuen wir uns von Herzen, wenn Gott der Kirche Gnade schenkt; seien wir wachsam, da wir wissen, dass der Widersacher alles daran setzt, die Kirche zu zerstören und den Menschen die Gnade der Erlösung und des ewigen Lebens zu rauben und bleiben wir dem Herrn jederzeit treu!

„Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“ Epheser 6, 12